EINLEITUNG    
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          Ich bemale und gestalte Särge und Urnen nach eigenen Vorstellungen, aber auch nach Wünschen der Angehörigen. Ich will versuchen den Tod aus seiner dunklen, von Tabus umgebenen Ecke zu holen, ich will ihn sichtbar machen, damit die Menschen ihn in ihr Leben einbeziehen können.

Eine düstere Bestattung passt nicht zu einem farbigen abwechslungsreichen Leben. Den Tod will ich deshalb so darstellen, wie das Leben ist: In Farbe und nicht in schwarz-weiß. Trauer wird durch Farbe nicht geschmälert.
 
           
           
           
           
  IDEE                              
  Einige Trauerfeiern an der Urne erlebte ich im Bekanntenkeis und empfand dabei, dass mir die gebräuchlichen Urnen nicht gefielen. Ebenso finde ich manche Särge in ihrem "Schrankwanddesign" eher abstoßend.

Der Tod ist nicht nur ein Moment der Trauer, der so schnell wie möglich vergessen sein will. Der Sarg soll nicht nur eine "Kiste" sein, in die etwas hineingelegt wird, er soll zur Hülle werden, mit der man gern umgehen will. Wie der Kokon bei einem Schmetterling, in dem sich eine Wandlung vollziehen kann.

Seit ich mich mit diesem Thema beschäftige, fand ich in Büchern aber auch im Internet, dass sich die Bestattungskultur veränderte. In früheren Jahren verzierte man durchaus Urnen und Särge und versuchte auch auf diese Weise das Leben des Verstorbenen zu würdigen.

Der schwarze oder dunkel gehaltene Sarg ist wie ein Loch, dass es uns schwer werden lässt die Verbindung zu dem darin liegenden Menschen zu halten. Schwarz gibt unserem Herzen nur ein Rätsel oder viele Fragen auf.

Es kann uns seelisch fühlend, nicht in der Weise begleiten wie es Farben können. Die Farbkompositionen eröffnen neue Möglichkeiten den Tod in der Trauerfeier und darüber hinaus als ein Aufwachen im Geiste und nicht als ein Erlöschen in eine rätselhafte Schwärze hinein zu erleben. Deshalb will ich versuchen das derzeitige Angebot der Bestattungsunternehmen zu ergänzen und zu erweitern.

Meine künstlerischen Arbeiten sind reine Handarbeit und heben sich deutlich von den herkömmlichen Urnen und Särgen ab. Außerdem habe ich vor als Ergänzung noch einen passenden Bilderrahmen zu gestalten, in den man ein Foto des Verstorbenen stecken kann. Während der Trauerfeier steht der Rahmen neben der Urne und man kann ihn anschließend, als Erinnerung, mit nach Hause nehmen.